layout: schatten
layout: schatten

Sanierung und Umnutzung im Bestand

Das Ulmer Bürgerhaus, in den sich heute eine Filiale der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich befindet, liegt an exponierter Stelle zwischen Marktplatz und Taubenplatz.
Das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg setzte das Haus 2004 als Einzeldenkmal auf die Denkmalliste: „Nachkriegswiederaufbauhaus mit zeittypisch konservativen Formen in Anklängen an die Ulmer Bautradition“.

Ziel der Maßnahme war es, das authentische „Nachkriegswiederaufbauhaus“ der 50er Jahre neu zu interpretieren und zu gestalten. Die Fassade des Hauses war allerdings nicht Produkt des Wiederaufbaues der 50er Jahre gewesen, vielmehr griff der wiederaufbauende Architekt Hans Egeler schon damals auf die Fassadengestaltung der Vorkriegszeit zurück, die wiederum die Elemente des Hauses im 19. Jahrhundert aufgenommen hatte.
 Die Eingangssituation des Hauses wurde neu definiert - im Süden der Platzeingang, hierarchisch etwas höher eingestuft, als der Geschäftseingang im Norden. Der innere Zugang im Erdgeschoss wurde versetzt um einen Abschluss zum Treppenhaus zu schaffen.

Gänzlich umgebaut und neu gestaltet ist das Dachgeschoss. Hier ist eine zweigeschossige Maisonettewohnung entstanden, deren beide Fensterreihen – die untere hat einen Loggia ähnlichen Ausbau – die nördliche Dachschräge gänzlich verändern, sich aber sehr gut in den Gesamtaspekt der Nordfassade einfügen.